Der Sommer naht — und damit die große Frage: Wann kann ich in Urlaub fahren? Urlaubsplanung im Job ist in Österreich klar geregelt, aber es gibt einige Dinge die du wissen solltest um Stress zu vermeiden.
Dein gesetzlicher Urlaubsanspruch in Österreich
In Österreich hast du als Arbeitnehmer einen der großzügigsten Urlaubsansprüche in Europa:
- Bis 25 Dienstjahre: 5 Wochen (30 Werktage) pro Jahr
- Ab 25 Dienstjahren: 6 Wochen (36 Werktage) pro Jahr
- Wichtig: Dienstjahre zählen auch bei Jobwechseln zusammen!
Der Urlaubsanspruch entsteht bereits im ersten Dienstjahr — aliquot ab dem ersten Arbeitstag.
Wer bestimmt wann du Urlaub nimmst?
Das ist in Österreich klar geregelt: Urlaub muss einvernehmlich zwischen dir und deinem Arbeitgeber vereinbart werden. Das bedeutet:
- Dein Chef kann dir Urlaub nicht einfach vorschreiben
- Du kannst Urlaub nicht einfach antreten ohne Genehmigung
- Bei Uneinigkeit entscheidet im Streitfall das Gericht
In der Praxis: Die meisten Unternehmen haben eine Urlaubsplanung zu Jahresbeginn. Wer früh einträgt hat bessere Chancen auf die Wunschtermine!
Sommerurlaub clever planen — 7 Tipps
1. Früh planen und eintragen
Je früher du deinen Sommerurlaub einträgst, desto besser. In vielen Betrieben gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Plane deinen Urlaub idealerweise bereits im Januar/Februar.
2. Brückentage nutzen
Österreich hat viele Feiertage — mit cleverer Urlaubsplanung kannst du aus wenigen Urlaubstagen lange Wochenenden machen. 2026 besonders günstig:
- Christi Himmelfahrt — Donnerstag, 14. Mai
- Fronleichnam — Donnerstag, 4. Juni
- Mariä Himmelfahrt — Samstag, 15. August
- Nationalfeiertag — Samstag, 26. Oktober
3. Schulferien kennen
Österreichische Sommerferien 2026: 4. Juli bis 13. September (Wien/NÖ/Bgld). In dieser Zeit sind Hotels und Flüge am teuersten. Wer kann, fährt vor oder nach den Ferien — spart Geld und meidet den Ansturm.
4. Urlaubsgeld richtig einplanen
Das Urlaubsgeld (14. Monatsgehalt) wird in Österreich meist im Juni ausbezahlt — perfekt für die Sommerplanung. Achte darauf wann es bei dir ausbezahlt wird und plane die Reise entsprechend.
5. Resturlaub nicht vergessen
Nicht verbrauchter Urlaub verfällt in Österreich nicht sofort — er kann auf das nächste Jahr übertragen werden. Trotzdem: Prüfe deinen Resturlaubsstand und plane ihn ein!
6. Krankenstand im Urlaub
Wer im Urlaub krank wird (ärztliches Attest!), bekommt die Urlaubstage nicht abgezogen. Die Krankheitstage werden dem Urlaubskonto gutgeschrieben — ein wichtiges Recht das viele nicht kennen!
7. Homeoffice statt Urlaub?
Manche Arbeitnehmer nutzen den Sommer für Workation — Arbeit von einem schönen Ort aus. Sprich mit deinem Arbeitgeber über die Möglichkeiten. Österreichisches Recht gilt dabei weiterhin!
Darf mein Chef meinen Urlaub ablehnen?
Ja — aber nur aus betrieblichen Gründen. Wenn dein Urlaub den Betrieb ernsthaft gefährden würde, kann er abgelehnt werden. Aber: Der Arbeitgeber muss dir dann einen alternativen Termin anbieten.
Urlaubsablehnungen ohne triftigen Grund sind nicht zulässig. Bei Problemen hilft die Arbeiterkammer (AK) — kostenlos für alle Mitglieder!
Urlaub und Kündigung
Wirst du gekündigt oder kündigst du selbst, hast du Anspruch auf Auszahlung des offenen Urlaubs. Das gilt auch für aliquote Urlaubsansprüche aus dem laufenden Jahr.
Fazit
Guter Sommerurlaub beginnt mit guter Planung — frühzeitig eintragen, Brückentage clever nutzen und deine Rechte kennen. Österreich bietet Arbeitnehmern starken Schutz beim Urlaubsrecht.
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